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Partnerschaft Beziehung Liebe und Trennung - Teil 2

Das ist die Fortsetzung eines Beitrages zum Thema Partnerschaft Liebe und Trennung. Zum 1. Teil gelangst du hier: Partnerschaft Beziehung Liebe und Trennung - Teil1


Die Chemie der Liebe


Foto: johnnyb / pixelio.de
Während der Dopaminspiegel im Banne der Verliebtheit ansteigt, nimmt der Serotoninspiegel ab. Dopamin ist der Stoff, der uns antreibt, der uns Motivation verleiht. Durch die vermehrte Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin, das auch als Belohnungs-Neurotransmitter gilt, versetzt die Verliebtheit die meisten Menschen tatsächlich in eine Art Rausch der Glücksgefühle. Dieses Hochgefühl erleichtere uns auch die Vorstellung, dass es das Richtige ist, sich auf diese Beziehung einzulassen. 
Beim als Glückshormon bekannten Serotonin sieht es ganz anders aus. Der Serotoninspiegel von Verliebten ähnelt denen von Menschen mit einer Zwangsstörung, wie jüngste Untersuchungen ergaben. Der Hirnforscher Semir Zeki behauptet deshalb: „Liebe ist am Ende eine Form von Obsession.“ Sie lähme das Denken und lenke alle Wahrnehmung in Richtung des geliebten Menschen. Man kann also getrost davon sprechen, dass die Liebe dich besessen macht. Alles dreht sich nur noch um den Anderen. Tag und Nacht kreisen die Gedanken um ihn oder sie.

Partnerschaft Beziehung Liebe und Trennung - Teil 1

Foto: Michaela Schöllhorn / pixelio.de
Wünschen sich eigentlich alle Menschen eine gut funktionierende Partnerschaft oder bin ich in Zeiten von allein erziehenden Eltern und Singlehaushalten ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten? Immerhin wächst die Zahl derer, die sich für ein Alleinleben entscheiden, ständig. In 2012 gab es rund nur 1/4 weniger Single- als Mehrpersonenhaushalte. In großen Städten wie Hamburg oder Berlin sind die Zahlen sogar eher gleichauf oder es überwiegen schon die Singlevarianten. (Quelle: statista.com) Der Trend scheint zum Individualsystem hin zu gehen. Jeder kann machen, was er will. Keine Zeterei mehr, kein Theater, keine diskutablen Entscheidungen. Keine Rücksichtnahme, keine Anpassung, keine Benachteiligung, kein Ärger, keine Enttäuschung, keine Verletzung - die Vorteile des Alleinlebens scheinen zu überwiegen, sonst wäre es ja wohl nicht so, oder? Wie aber passt das zusammen mit der Aussage, der Mensch sei ein soziales Wesen? Brauchen Menschen nicht doch den Austausch, ich meine einen wirklichen Austausch? Während ein Smalltalk zu jeder Zeit und an fast jedem Ort möglich ist, mögen wir unser Herz bei weitem nicht jedem Fremden oder auch Bekannten öffnen. Hierzu braucht es eine gewisse Nähe, welche ihrerseits Vertrauen voraussetzt, tiefes Vertrauen, zumindest einen gehörigen Vorschuss darauf. Und wie steht es mit den Zärtlichkeiten? Selbst Tiere tauschen die ständig aus. Wenn wir uns beim Thema Sex noch mit käuflicher Liebe oder One-Night-Stands aushelfen können, so stehen wir Singles beim Thema Zärtlichkeit doch so ziemlich auf dem Schlauch. Denn hier sind echte Gefühle gefragt...